Abtreibung in Deutschland – Eine widerständige Einordnung des fragilen Status Quo

Datum: 26. März 2026
Uhrzeit: 18:30
Ort: Cafe Koz
Vortrag

„Denn von diesem Augenblick an ist es [der schwangeren Frau] aufgegeben, dem neu entstandenen Leben zu dienen“ – so polemisierte CDU-Politiker Bruno Heck im Deutschen Bundestag gegen die Stärkung des Rechts auf körperliche Selbstbestimmung für Schwangere in den 1970er Jahren. Vehement pochte er drauf, dass Frauen* mit Beginn einer Schwangerschaft das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben verlieren. Ihre Aufgabe bestehe fortan darin, dem ungeborenen Leben zu dienen. Eine Haltung, die heute zwar nicht mehr so laut ausgesprochen wird, aber trotzdem Debatten um das Recht auf Abtreibung von konservativer Seite aus prägt. Das Bündnis für körperliche Selbstbestimmung blickt in seinem Vortrag auf den Status Quo für Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland. Anhand der Entstehungsgeschichte zeigen sie damit verbundene Frauen*Freundlichkeit und die Kontinuität patriarchaler Strukturen auf. Gleichzeitig machen sie deutlich: Der aktuelle Status Quo ist auch das Resultat erfolgreicher feministischer Kämpfe, die trotz aller Widrigkeiten die praktischen Möglichkeiten zum Schwangerschaftsabbruch in Deutschland erkämpft haben. Diese Erfolge stehen aber angesichts des aktuellen gesellschaftlichen Rechtsruck unter Druck. Gemeinsam wollen wir in dem Vortrag in die Vergangenheit schauen, um uns auf kommende Auseinandersetzungen vorzubereiten und unsere Gegener:innen zu kennen.

Wir freuen uns auf euch!